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Totenblick - Markus Heitz

"Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters." Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die historischen Todesbildern nachempfunden sind.

Thriller beginnen ja meistens damit, dass die erste Person die auftritt als Erstes das Zeitliche segnet. Das gehört zum guten Ton und ist ungeschriebenes Gesetz. Nicht anders verhält es sich im neuen Roman von Markus Heitz 'Totenblick':

Der junge und aufstrebende Konzertpianist und Sohn des Leipziger Theaterintendanten, wird auf dem Nachhauseweg überfallen und entgeht kurz darauf nur knapp einem Zusammenstoß mit einer Straßenbahn. Wenige Tage später wird er tot aufgefunden, vom Täter in einer grotesk-genialen Neuinszenierung von Jacques-Louis Davids 'Der Tod des Marat' in Szene gesetzt.

Und natürlich tappt die Polizei anfangs im Dunkeln. Allen voran der unter ADHS leidende Hauptkommissar Peter Rohde, der als Leiter der eigens eingerichteten 'SOKO Bildermorde' händeringend versucht dem Täter auf die Spur zu kommen. Dieser hinterließ am Tatort eine kryptische Botschaft, welche die Ermittler vor dem Totenblick warnt. Erst als sich ein zweiter Mordfall ereignet und kurz darauf der bereits erwähnte Totenblick in den eigenen Reihen um sich greift, kommen Rohde und sein Team der Lösung des Falles Stück für Stück näher. Ob dies ausreicht den Täter zu stellen sei an dieser Stelle jedoch nicht verraten ...

Fazit

Genauso wie ich während des Hörens die Autobahnkilometer Richtung Küste gefressen habe, habe ich das auch mit dem 'Totenblick' getan. Das lag zum einen an Simon Jäger, der routiniert und großartig dem Ganzen Leben eingehaucht hat und zum anderen natürlich an Markus Heitz' erneuten Ausflug ins Thrillergenre.

Erneut deswegen, da bereits 'Oneiros - Tödlicher Fluch' in diese Richtung abzielte. Aus diesem Werk ist einem der auch in 'Totenblick' auftretende Leipziger Bestatter Konstantin Korff bekannt. Sollte man 'Oneiros' gelesen/gehört haben (was jedoch nicht zwingend notwendig ist), zieht man unweigerlich seine Schlüsse daraus.

Unterm Strich ist 'Totenblick' eine spannende Geschichte, die mit lebendigen (und teilweise skurrilen) Charakteren, interessanten Schauplätzen und einem durchaus plausiblen Ende aufwartet. Ein netter Nebeneffekt der persönlichen Art: "Ich muss Leipzig demnächst unbedingt einmal wieder einen Besuch abstatten!"

Daten

Gehört wurde das Ganze im August 2013 in der Exklusiv Edition von audible.

Titel
Totenblick
Autor
Markus Heitz
Erschienen
2013, Droemer Knaur (Buch), audio media verlag (Hörbuch)
ISBN
978-3426505915
Sprecher
Simon Jäger
Spieldauer
13 Std. 42 Min. (ungekürzt)
Genre
Thriller / Psychothriller

Pedro ist irgendwas Mitte dreißig und Geschäftsführer / Designer bei ticktoo Systems im schönen Bamberg. Darüber hinaus frönt er seinen Leidenschaften, von denen er hin und wieder hier berichtet. Du erreichst ihn per E-Mail unter me@antidot.org.

22.08.2013

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